Scrum-Sprints

Ein Sprint ist ein kurzer, fest definierter Zeitraum, in dem ein Scrum-Team ein bestimmtes Arbeitskontingent erledigt.

Mit der Jira-Vorlage für Sprint-Reviews den Grundstein für den Erfolg legen

Ordne Aufgaben zu, setze Ziele und hebe Teamerfolge in einem strukturierten Sprint-Review hervor.

Wichtigste Vorteile

  • Scrum-Sprints sind kurze, zeitlich begrenzte Zeiträume, in denen sich die Teams darauf konzentrieren, eine bestimmte Anzahl von Vorgängen abzuschließen und dadurch eine schrittweise Bereitstellung zu ermöglichen.

  • Sprints beinhalten Planung, tägliche Rücksprachen, Überprüfungen und Retrospektiven, um eine Abstimmung und kontinuierliche Verbesserung sicherzustellen.

  • Effektive Sprints erfordern klare Zielvorgaben, gut gepflegte Backlogs und realistische Verpflichtungen.

  • Plane deinen nächsten Sprint mit klaren Zielen und regelmäßigen Überprüfungen ein, um den Teamfokus und die Konsistenz der Ergebnisse zu steigern.

Scrum-Sprints sind das Herzstück der agilen Projektabwicklung. Sie treiben Teams dazu an, innerhalb festgelegter Zeitrahmen schrittweise Mehrwert zu schaffen.

Das klingt zwar einfach, doch Sprints werden oft mit allgemeinen Projektfristen verwechselt, anstatt als Chancen für kontinuierliche Verbesserung und Anpassung gesehen zu werden. Die Ausführung von Sprints erfordert Disziplin, klare Ziele und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

Wenn Teams das nicht beachten, laufen sie Gefahr, in die Falle von überstürzter Arbeit, Scope Creep oder verfehlten Zielen zu tappen.

Die Ausführung effektiver Scrum-Sprints sollte als unverzichtbar für Teams und Unternehmen angesehen werden, die vorhersehbare Fortschritte, schnelles Feedback und eine nachhaltige Projektdynamik anstreben. In diesem Artikel beschreiben wir, was du beachten solltest, was du vermeiden solltest und die Best Practices für die Sprint-Optimierung.

Was sind Sprints im Projektmanagement?

Ein Sprint ist ein kurzer, fest definierter Zeitraum, in dem ein Scrum-Team ein bestimmtes Arbeitskontingent erledigt. Sprints zählen zu den Grundlagen von Scrum- und Agile-Methoden. Durch die richtige Gestaltung der Sprints kann dein Team müheloser bessere Software ausliefern.

"Bei Scrum wird ein Produkt in einer Reihe von Iterationen entwickelt, die als Sprints bezeichnet werden und große, komplexe Projekte in handlichere Einzelschritte unterteilen", erklärt Megan Cook, Head of Product for Jira bei Atlassian.

Zwei Pfeile, die für einen Scrum-Sprint und den Prozess der fortlaufenden Iteration stehen

Scrum-Sprints gelten als so typisch für die Agile-Softwareentwicklung, dass Scrum und Agile oft für identisch gehalten werden. Dem ist jedoch nicht so. Agile bezeichnet eine Reihe von Prinzipien, während Scrum ein Framework zum Erledigen von Aufgaben ist. 

Die große Schnittmenge zwischen Agile-Werten und Scrum-Prozessen legt durchaus einen Zusammenhang nahe. Sprints helfen Teams, das Agile-Prinzip der häufigen Auslieferung funktionierender Software zu befolgen und den Agile-Wert einer schnellen Reaktion auf Änderungen in die Tat umzusetzen. Die Scrum-Werte Transparenz, Überprüfung und Anpassung ergänzen die Agile-Methoden und sind für das Konzept von Sprints von zentraler Bedeutung.

Der Scrum Guide schafft eine solide theoretische Grundlage für diese Diskussion über Sprints. Wir möchten das Thema von praktischer Seite beleuchten, indem wir Best Practices von Personen vorstellen, die jeden Tag damit arbeiten.

Was ist ein Sprint im Vergleich zu Agile?

Ein Sprint ist ein zeitlich begrenzter Zeitraum innerhalb des Scrum-Frameworks, in dem ein Team ein bestimmtes Arbeitspensum abarbeitet, während Agile eine weiter gefasste Philosophie ist, bei der Iteration, Zusammenarbeit und Anpassungsfähigkeit im Vordergrund stehen. Sprints sind eine Möglichkeit, Agile-Prinzipien zu implementieren, aber nicht alle Agile-Teams verwenden Sprints.

Beispielsweise konzentrieren sich einige Teams möglicherweise eher auf einen kontinuierlichen Ablauf als auf Sprints mit fester Länge. Wenn Teams den Unterschied verstehen, können sie den richtigen Ansatz für ihren Kontext wählen, unabhängig davon, ob sie die Struktur von Sprints oder die Flexibilität anderer Agile-Methoden erfordern.

Die wichtigsten Aspekte eines Sprints

Zu den wichtigsten Aspekten eines Sprints gehören eine feste Dauer (in der Regel 1–4 Wochen), ein klares Sprint-Ziel und die Verpflichtung, potenziell lieferbare Arbeitsergebnisse bereitzustellen. Jeder Sprint beginnt mit der Sprintplanung, gefolgt von täglichen Stand-up-Meetings, und endet mit einem Sprint-Review und einer Retrospektive.

Diese Elemente erzeugen einen vorhersehbaren Rhythmus, der Teams hilft, sich zu konzentrieren, Fortschritte zu messen und sich kontinuierlich zu verbessern. Wenn du dir beispielsweise ein klares Sprint-Ziel setzt, stellst du sicher, dass alle an einem Strang ziehen. Gleichzeitig bieten regelmäßige Überprüfungen die Möglichkeit, sich auf der Grundlage von Feedback und Ergebnissen anzupassen.

Planung und Durchführung von Scrum-Sprints

Ein Diagramm, das die Schritte eines Scrum-Sprints zeigt: Sprint-Planung, Daily Scrum, Sprint-Review und Sprint-Retrospektive

Die schlauen Köpfe hinter Scrum haben wirklich an alles gedacht. Zur Planung des anstehenden Sprints wird ein Sprint-Planungsmeeting abgehalten. Die Sprint-Planung erfolgt im Team, wobei zwei grundlegende Fragen beantwortet werden: Welche Aufgaben können in diesem Sprint erledigt werden, und wie werden die ausgewählten Aufgaben ausgeführt?

Die Auswahl der passenden Aufgabenelemente für einen Sprint erfolgt durch den Produktinhaber, den Scrum Master und das Entwicklerteam gemeinsam. Der Produktinhaber erläutert, welches Ziel mit dem Sprint erreicht werden soll und welche Elemente aus dem Produkt-Backlog zum Erreichen dieses Sprint-Ziels erledigt werden müssen.

Das Team erstellt dann einen Plan zur Entwicklung der Elemente aus dem Backlog und legt fest, wie dieser bis zum Ende des Sprints umgesetzt werden soll. Die ausgewählten Aufgabenelemente und der Plan zur Durchführung werden zusammen als das "Sprint-Backlog" bezeichnet. Am Ende der Sprint-Planung ist das Team bereit zur Bearbeitung des Sprint-Backlogs, wobei Elemente aus dem Backlog zunächst nach "In Arbeit" und dann nach "Fertig" verschoben werden.

Während eines Sprints überprüft das Team im Rahmen des Daily Scrum oder täglichen Stand-up-Meetings den Arbeitsfortschritt. Auf diese Weise sollen Blocker und Herausforderungen ermittelt werden, die das Erreichen des Sprint-Ziels gefährden könnten.

Nach Abschluss des Sprints zeigt das Team im Sprint-Review, welche Aufgaben erledigt wurden. Hier können die Teammitglieder Stakeholdern und Teamkollegen ihre Arbeit präsentieren, bevor diese in Produktion geht.

Die Sprint-Retrospektive schließt bei Sprints den Kreis. In diesem Meeting kann das Team ermitteln, in welchen Bereichen beim kommenden Sprint Verbesserungen erforderlich oder möglich sind. Damit bist du bestens gerüstet, um in den nächsten Sprint zu starten. Los geht's!

Wissenswertes zum Sprint-Zyklus

Der Sprint-Zyklus besteht aus den Phasen Planung, Ausführung, Überprüfung und Retrospektive, die sich mit jedem neuen Sprint wiederholen. Dieser Zyklus ermöglicht es den Teams, Mehrwert zu schaffen, ihre Arbeit zu überprüfen und ihren Prozess regelmäßig anzupassen.

Durch die Einhaltung des Sprintzyklus können Teams schnell auf sich ändernde Anforderungen reagieren und ein gleichmäßiges Liefertempo beibehalten. Beispielsweise könnte ein Team die Retrospektive nutzen, um einen Engpass zu identifizieren und seinen Arbeitsablauf im nächsten Sprint anzupassen, was auf lange Sicht zu einer kontinuierlichen Verbesserung führt.

Dos und Don'ts

Auch wenn die Grundlagen klar sind, laufen die ersten Sprints in den meisten Teams noch nicht ganz rund. Megan Cook nennt hier einige Dos und Don'ts, die sich im Laufe der Jahre herauskristallisiert haben. 

Dos:

  • Achte darauf, dass das Team ein Sprint-Ziel festlegt und dieses auch verstanden hat und dass es weiß, wie der Erfolg gemessen wird. Nur so kannst du sicher sein, dass alle auf demselben Stand sind und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.

  • Sorge dafür, dass das Backlog immer sorgfältig gepflegt wird und eure Prioritäten und Abhängigkeiten genau widerspiegelt. Dies kann sich als große Herausforderung erweisen, die den gesamten Prozess zum Scheitern bringen kann, wenn sie nicht richtig gemanagt wird.

  • Vergewissere dich, dass das Konzept der Velocity hinreichend bekannt ist und dass dabei Aspekte wie Urlaubszeiten und Teammeetings berücksichtigt werden.

  • Nutze das Sprint-Planungsmeeting, um die genauen Details der anstehenden Aufgaben auszuarbeiten. Ermutige Teammitglieder, Aufgaben für alle Storys, Bugs und Tasks zu skizzieren, die in diesem Sprint anfallen.

  • Nimm keine Aufgaben auf, bei denen du die Abhängigkeiten nicht steuern kannst, beispielsweise Arbeiten von einem anderen Team, Entwürfe und rechtliche Genehmigungen.

  • Sobald eine Entscheidung getroffen oder ein Plan aufgestellt wurde, sorge dafür, dass jemand diese Informationen im Projektmanagement- oder Kollaborationstool erfasst, beispielsweise in Form von Jira-Tickets. Auf diese Weise sind sowohl die Entscheidung als auch die Begründung später für jeden leicht nachvollziehbar.

Neben den "Dos", die dich zum Scrum-Star machen, solltest du auch folgende "Don'ts" beachten:

Don'ts:

  • Nimm nicht zu viele Storys in den Sprint auf, überschätze nicht eure Velocity, und verzichte auf Tasks, die ihr im jeweiligen Sprint nicht abschließen könnt. Probleme sind sonst vorprogrammiert.

  • Verliere nicht die Qualität und mögliche technische Schulden aus dem Blick. Plane Zeit für die Qualitätssicherung und nicht auf spezielle Features bezogene Aufgaben wie Bugfixing und technische Integritätsprüfungen ein.

  • Gib dem Team nicht nur vage Anhaltspunkte zum Sprint-Umfang. Umreiße ihn ganz klar, und behalte bei aller Schnelligkeit immer im Blick, dass auch alle in dieselbe Richtung unterwegs sein müssen.

  • Lasse dich nicht dazu verleiten, viele unbekannte oder hochriskante Aufgaben anzunehmen. Unterteile Storys, die sehr umfangreich oder mit Unsicherheiten verbunden sind, in kleinere Schritte. Scheue dich auch nicht, einige der Aufgaben für den nächsten Sprint übrig zu lassen.

  • Wenn das Team Bedenken äußert, solltest du sie nicht ignorieren, ganz gleich, ob es dabei um die Velocity oder um Aufgaben mit großer Unsicherheit oder potenziell die Schätzung übersteigendem Umfang geht. Befasse dich mit dem jeweiligen Problem, und nimm bei Bedarf Änderungen vor.

Optimiere deine Sprints mit Automatisierungsfunktionen

Sobald du herausgefunden hast, wie Sprints funktionieren, kannst du deine Prozesse mithilfe von Automatisierungsfunktionen optimieren. Hier sind drei der beliebtesten Automatisierungsregeln für Sprints in Jira:

  1. Sende eine wöchentliche Slack-Nachricht mit allen Sprint-Vorgängen, die noch offen sind. Zur Regel

  2. Weise nach der Beendigung eines Sprints dem nächsten Sprint noch offene Vorgänge zu. Zur Regel

  3. Wenn ein Vorgang in den Status "In Arbeit" übergeht und der Sprint leer ist, verschiebe den Vorgang zum nächsten aktiven Sprint. Zur Regel

Diese und viele andere Automatisierungsregeln findest du in der Vorlagenbibliothek von Jira Automation.

Weitere Informationen über Sprints

Sprints sind so bekannt (und so effektiv), dass sie oft als erster Schritt zu mehr Agilität gelten. Wie wir gesehen haben, sind für optimale Sprints einige Scrum- und Agile-Konzepte wichtig, die aufeinander aufbauen. Lies daher auch unsere übrigen Artikel zu Scrum, um dich noch genauer zu informieren und noch besser auf Scrum vorbereitet zu sein.

Unsere Scrum-Vorlage erleichtert dir die Sprintplanung (und die Berücksichtigung von Dos und Don'ts), damit dir der Einstieg gelingt. Sie enthält alles, was du brauchst, um Aufgaben Sprint-übergreifend zu planen, zu verfolgen und zu verwalten. Weitere Informationen zur Verwendung von Sprints in Jira

Verwandte Ressourcen

Für dich empfohlen

Jira-Vorlagen für den sofortigen Einsatz

In unserer Bibliothek findest du individuelle Jira-Vorlagen für verschiedene Teams, Abteilungen und Workflows.

Eine umfassende Einführung in Jira

Meistere mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung die grundlegenden Funktionen und Best Practices zur Steigerung deiner Produktivität.

Git –die Grundlagen

Egal, ob du Anfänger oder Profi bist, dieser Git-Leitfaden bringt dir mit hilfreichen Tutorials und Tipps die Grundlagen bei.